Die Zähne richtig putzen

Anleitung und Tipps zum Zähneputzen und zur Zahnpflege

In den meisten Familien ist das Zähneputzen ein tägliches Ritual. Während die Kleinsten beim Reinigen der Milchzähnchen Unterstützung benötigen, können die großen Geschwister schon eigenständig putzen. Egal ob Erwachsene oder Kinder – regelmäßig die Zähne zu putzen ist eine Voraussetzung für schöne Zähne und ein strahlendes Lächeln. 

Wichtige Kurzinfos zum richtigen Zähneputzen

Wer seine Zähne richtig putzen möchte und Wert auf die Zahnpflege legt, beachtet:

  • 2× täglich putzen (morgens & abends)
  • 2 bis 3 Minuten Dauer
  • Zahnbürste im 45° Winkel am Zahnfleisch ansetzen
  • Zähne von „rot nach weiß“ putzen
  • Zahnzwischenräume täglich reinigen
  • Besonderheiten für das Zähneputzen bei Kindern beachten

Warum ist es wichtig, die Zähne zu putzen?

Der wichtigste Grund, die Zähne zu putzen, ist der Gesundheitsaspekt:

  • Karies verhindern: Plaque, ein klebriger Film aus Bakterien, der sich ständig auf den Zähnen bildet, ist die Hauptursache für Karies. Durch das Zähneputzen wird Plaque entfernt. Dadurch wird verhindert, dass sich Plaque verhärtet und zu Karies führt.
  • Zahnfleischerkrankungen vorbeugen: Plaque kann auch Zahnfleischentzündungen und Parodontitis verursachen. Diese Erkrankungen können zu Zahnfleischschwund und Zahnverlust führen. Regelmäßig die Zähne putzen hilft, Plaque zu entfernen und das Zahnfleisch gesund zu halten.
  • Mundgeruch bekämpfen: Bakterien im Mund können Mundgeruch verursachen. Zähneputzen hilft, diese Bakterien zu entfernen und den Mundgeruch zu beseitigen.

Ein weiterer Grund dafür, regelmäßig die Zähne zu putzen, ist die Ästhetik:

  • Weiße Zähne: Zähneputzen hilft, Verfärbungen von den Zähnen zu entfernen. Hartnäckige Verfärbungen können während einer professionellen Zahnreinigung entfernt werden.
  • Frisches Aussehen: Ein sauberes und gepflegtes Gebiss trägt zu einem frischen und gesunden Aussehen bei.

Die Zahnpflege ist ein Ritual, dass wir bereits in ganz jungen Jahren gelernt haben. Es ist wichtig, diese Gewohnheit auch im Erwachsenenalter beizubehalten, damit die Zähne lange schön und gesund bleiben.

Wie putze ich meine Zähne richtig?

Mit der richtigen Putztechnik können Sie das Risiko für Karies und Zahnfleischerkrankungen deutlich mindern.

Anleitung für das Zähneputzen

  • ZutreffendPutzen Sie die Zähne mindestens zweimal täglich gründlich. Zahnärzte raten, nicht unmittelbar nach dem Essen zu putzen. Saure Lebensmittel greifen den Zahnschmelz an. Ideal ist es daher, eine halbe Stunde abzuwarten, bis Sie die Zähne putzen.
  • ZutreffendWichtig ist, beim Zähneputzen keinen Zahn zu vergessen: Idealerweise legen Sie sich Ihre eine Putz-Strategie zurecht. Zuerst die Zähne des Oberkiefers putzen, dann die Zähne des Unterkiefers. Reinigen Sie die Außenseite der Zähne, die Zahninnenflächen und die Kauflächen.
  • ZutreffendPutzen Sie von "rot zu weiß" - vom Zahnfleisch weg mit leichtem Druck und in kreisenden Bewegungen zur Zahnkrone. Die Zahnbürste sollte in einem Winkel von 45 Grad angesetzt werden und in kurzen, kreisenden Bewegungen in und her bewegt werden. Die Kauflächen reinigen Sie mit kurzen Bewegungen der Zahnbürste. Vergessen Sie beim Zähneputzen keinen Zahn.
  • ZutreffendVergessen Sie bei der Zahnreinigung nicht die Zunge. Gerade im hinteren Bereich können Essensreste für die Bildung von Bakterien sorgen. Ein weißlicher Belag ist der ideale Nährboden für Bakterien, die Karies oder Parodontose begünstigen. In der Drogerie erhalten Sie spezielle Reiniger wie Zungenschaber oder eine Zungenbürste. Hilfreich ist auch das Kauen von Brotkrusten oder Obst und Gemüse.

Hilfsmittel für die Zahnpflege

  • ZutreffendZahnzwischenräume lassen sich mit einer Zahnbürste nicht ausreichend reinigen. Zusätzlich zum Zähneputzen empfiehlt sich die Verwendung von Zahnseide. Damit erreichen Sie auch schwer zugängliche Stellen, die mit einer Bürste nicht optimal gereinigt werden können. Größere Zahnzwischenräume putzen Sie ausgezeichnet mit einer Interdentalbürste.
  • ZutreffendAchten Sie auf die passende Zahnbürste. Die Bürste sollte nicht zu hart sein, sodass Sie beim Putzen keinen Schmerz verspüren. Ideal sind Bürsten mit einem kleineren Bürstenkopf und Kunststoffborsten. Nach dem Putzen empfiehlt sich ein gründliches Abspülen der Bürste mit Wasser. Um die Bildung von Bakterien zu vermeiden, sollte der Bürstenkopf schnell trocknen. Wechseln Sie die Bürste alle drei Monate. Für Kinder sind spezielle Kinderzahnbürsten ideal. Bei diesen ist der Bürstenkopf kleiner als bei den Zahnbürsten für Erwachsene.
  • ZutreffendVerwenden Sie eine Zahnpasta mit Fluorid, um Karies vorzubeugen. Fluorid stärkt den Zahnschmelz, so haben Bakterien keine Chance. Für Kinder wird eine Zahnpasta mit 500 ppm bis 1.000 ppm (abhängig vom Alter) empfohlen, für Erwachsene 1.450 ppm. Bitte beachten Sie die  Packungsangaben, insbesondere, wenn Sie eine Kinderzahnpasta kaufen. Zahncremes mit zu groben Putzkörpern reiben den Zahn zu stark ab und schädigen den Zahnschmelz. Ratsam ist eine Zahnpasta mit einem Abrieb zwischen 40 und 70 RDA.

Kleinste Bakterien in der Mundhöhle können eine große Wirkung haben. Es entstehen Ablagerungen auf den Zähnen, die entzündliche Erkrankungen wie eine Parodontitis nach sich ziehen können. Neben regelmäßigen Zahnarztbesuchen können Sie selbst durch eine gute Zahnpflege einiges zu einer gesunden Mundhygiene beitragen.

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Elektrische Zahnbürste oder Handzahnbürste?

Verschiedene Studien und wissenschaftliche Untersuchungen (Quellen: s. unterhalb der Tabelle) belegen, dass eine elektrische Zahnbürste gegenüber einer Handzahnbürste Vorteile haben kann. So zeigte sich zum Beispiel, dass Teilnehmer weniger Plaque hatten, wenn sie eine elektrische Zahnbürste verwendeten. Doch mit der richtigen Technik lassen sich auch mit einer Handzahnbürste hervorragende Ergebnisse erzielen.

KriteriumElektrische ZahnbürsteManuelle Zahnbürste
Reinigung der ZähneSehr gründlichAbhängig von Putztechnik
BedienungEinfachAnspruchsvoller
AnschaffungskostenHochGeringer
EmpfehlungOft empfohlenEbenfalls möglich

Quellen: 

uni-greifswald.de

cochrane.org

Zähne zwischendurch putzen

Zahnärzte empfehlen, die Zähne zweimal täglich zu putzen – morgens und abends. Wenn Sie nach den Mahlzeiten die Zähne putzen möchten, warten Sie wenigstens 30 Minuten. Für die Zahnpflege zwischendurch können Sie spezielle Zahnpflegekaugummis oder einen anderen zuckerfreien Kaugummi verwenden, wenn keine Gelegenheit zum Zähneputzen ist. Das Kauen aktiviert den Speichelfluss und neutralisiert Säuren, die den Zahnschmelz angreifen könnten.

Das Zähneputzen ersetzt keine Kontrolluntersuchung

Auch wer beim Zähneputzen gründlich vorgeht, sollte nicht auf regelmäßige Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt verzichten. Idealerweise überprüft der Profi Ihre Zahngesundheit alle sechs bis zwölf Monate. Kleine Schäden können vom Zahnarzt umgehend behoben werden, bevor sie zu größeren Problemen führen, sodass sich daraus keine größeren Probleme ergeben können.

Wichtige Ergänzungen zur Zahnpflege zu Hause

Neben den Kontrollen empfiehlt sich einmal jährlich eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt. Patienten mit einem erhöhten Risiko für Parodontitis lassen die Reinigung zweimal jährlich durchführen. Bei der professionellen Zahnreinigung werden hartnäckige Ablagerungen entfernt. Harter Zahnstein wird mithilfe von Ultraschallgeräten beseitigt. Zum Abschluss werden die Zähne poliert. Zusätzlich zur Zahnreinigung erhalten Sie wertvolle Tipps für die Mundhygiene zu Hause. Eine Fissurenversiegelung kann dazu beitragen, dass die Bildung von Karies verhindert wird.

Informieren Sie sich in unserem Ratgeber zum Thema Zahnprophylaxe.

Was ist eine professionelle Zahnreinigung, wie viel kostet sie und gibt es eine Versicherung dafür? Tipps rund um die Zahnreinigung beim Zahnarzt.

Professionelle Zahnreinigung

Einen Zahn zu versiegeln ist eine effektive Methode, um die Bildung von Karies zu verhindern. Erfahren Sie mehr zum Thema Fissuren- und Zahnversiegelung.

Fissurenversiegelung

Zähneputzen bei Kindern

Bereits der erste Milchzahn ist anfällig für Karies. In den ersten Lebensjahren übernehmen Eltern das Zähneputzen vollständig. Später putzen die Kinder selbst. Jedoch sollten Eltern bis ins Grundschulalter nachputzen, damit alle Zahnbeläge entfernt werden. Wichtig für das Zähneputzen bei Kindern sind:

  • Die richtige Menge fluoridhaltiger Zahnpasta.
  • Eine altersgerechte Kinderzahnbürste.
  • Eine spielerische Herangehensweise, damit Kinder eine positive Routine entwickeln.

Die wichtigsten Tipps zum Zähneputzen bei Kindern

  • Ab dem ersten Zahn putzen: 2 × täglich mit einer weichen Kinderzahnbürste
  • Richtige Menge Zahnpasta verwenden:
    • Babys und Kleinkinder ab Zahndurchbruch bis 2 Jahre: reiskorngroße Menge (Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid)
    • Kleinkinder von 2 bis 6 Jahren: erbsengroße Menge (Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid)
    • Kinder ab 6 Jahren: Juniorzahnpasta mit 1.450 ppm Fluorid beim Zähneputzen verwenden
  • Eltern putzen mindestens bis zum Grundschulalter (ca. 8 bis 10 Jahre) nach
  • Systematik lernen: z. B. nach der KAI-Methode (Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen)
  • Dauer beachten: etwa 2 Minuten Zähneputzen
  • Spielerisch motivieren: z. B. mit Zahnputz-Liedern oder Apps
  • Zucker reduzieren: besonders häufige Snacks und süße Getränke vermeiden
  • Regelmäßig zum Zahnarzt: erste Kontrolle ab dem ersten Zahn, danach regelmäßig

Quelle der Empfehlungen zur Kinderzahnpasta bzw. Juniorzahnpasta: kzbv.de

Zahnärzte für Kinder

Generell kann jeder Zahnarzt bzw. Zahnärztin Kinder und ihre Milchzähne behandeln. Kinderzahnärzte haben spezielle Aus- und Fortbildungen absolviert, die die Kinderzahnheilkunde umfassen.

Fragen und Antworten rund um Zahnpflege und Zähneputzen

Unser Tipp:
Vereinbaren Sie zur Zahnprophylaxe direkt einen Termin für die nächste professionelle Zahnreinigung und die nächste Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt. Auf diese Weise stellen Sie eine regelmäßige Beobachtung Ihrer Zähne sicher.

Fragen und Antworten zum Zähneputzen bei Kindern

Die Zähne richtig putzen – Checkliste für Ihre Zahnpflege

Entwickeln Sie beim Zähneputzen eine tägliche Routine und sorgen Sie so dafür, dass Bakterien und Co in Ihrem Mund keine Chance haben. Wer dazu noch regelmäßige Kontrolluntersuchungen in Anspruch nimmt und bei der professionellen Zahnreinigung hartnäckige Beläge und Verunreinigungen entfernen lässt, macht alles richtig:

  • ZutreffendSorgfältig und regelmäßig mindestens zweimal täglich Zähne putzen
  • ZutreffendZahnzwischenräume gründlich mit Zahnseide und Interdentalbürsten reinigen
  • ZutreffendSäure- und zuckerhaltige Lebensmittel weitgehend meiden
  • ZutreffendRegelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt
  • ZutreffendMindestens einmal jährlich eine professionelle Zahnreinigung
  • ZutreffendVerwendung fluoridhaltiger Zahncreme

Mit einer konsequenten Zahnhygiene erhalten Sie Ihr strahlendes Lächeln. Wenn Sie mindestens zweimal täglich gründlich Ihre Zähne putzen, tragen Sie selbst viel zu Ihrer Zahngesundheit bei. Die HanseMerkur unterstützt Sie bei der Zahnpflege mit der passenden Zusatzversicherung. Mit der HanseMerkur an Ihrer Seite erhalten Sie dauerhaft Ihr strahlendes Lächeln!

Zur Zahnzusatzversicherung
Hinweis: Unsere Redaktion hat die Inhalte der Artikel mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und erstellt. Die Informationen im Ratgeber dienen als Orientierungshilfe und sollen dem Leser eine erste Auskunft über verschiedene Themen geben. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass die HanseMerkur dennoch keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen übernimmt.
 
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