Fissurenversiegelung: Ablauf, Kosten & wann sie sinnvoll ist

Zähne versiegeln, Kosten und Dauer der Fissurenversiegelung

Ein strahlendes Lächeln mit schönen Zähnen ist nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern spielt auch eine wichtige Rolle für unser Selbstbewusstsein und unsere Gesundheit. Schöne Zähne verleihen dem Gesicht Ausdruck und geben Selbstvertrauen. Doch darüber hinaus sind gesunde Zähne ein wichtiger Faktor für unser allgemeines Wohlbefinden. Eine regelmäßige Zahnpflege und präventive Maßnahmen wie die Fissurenversiegelung tragen dazu bei, Zähne vor Karies und anderen Erkrankungen zu schützen.

Einen Zahn zu versiegeln ist eine effektive Methode, um die Bildung von Karies zu verhindern. Insbesondere die Backenzähne, die oft tiefe Grübchen und Furchen aufweisen, können so vor Karies geschützt werden. Erfahren Sie in unserem Ratgeber alles Wichtige rund um die Zahnversiegelung und Fissurenversiegelung.

Wichtige Kurzinfos zur Fissurenversiegelung im Überblick

Die Fissurenversiegelung ist eine der effektivsten Maßnahmen, um Karies vorzubeugen – besonders bei Kindern und Jugendlichen. Dabei werden die feinen Rillen (Fissuren) auf den Backenzähnen mit einem Schutzlack versiegelt. In diesem Ratgeber erfahren Sie:

  • wie die Behandlung einer Zahnversiegelung abläuft
  • wie lange eine Fissurenversiegelung hält
  • welche Kosten bei einer Fissurenversiegelung entstehen
  • wann sich eine Zahnzusatzversicherung lohnt

Was ist eine Fissurenversiegelung beim Zahn?

Die Kauflächen unserer Backenzähne sind nicht glatt. Sie weisen Erhebungen und Vertiefungen auf. Die Erhebungen werden als „Höcker“ bezeichnet, die Vertiefungen oder Grübchen nennt man „Fissur“. Dieses Kauflächenrelief ermöglicht es uns, Nahrung so fein wie möglich zu zerkleinern.

Warum werden Zähne versiegelt? Die Höcker und Fissuren der Kauflächen bieten ideale Bedingungen für Bakterien. Die Zahnbürste schafft es nicht immer, in diese Zwischenräume einzudringen, so dass sich Speisereste festsetzen. Bakterien können sich ansiedeln und es entsteht Karies. 

Bei einer Fissurenversiegelung werden die Furchen auf der Kaufläche mit einer dünnen Kunststoffschicht versehen. Die Zahnoberfläche wird so besonders glatt und Speisereste können sich nicht festsetzen. Der Zahn ist so vor Karies geschützt.

Warum ist eine Zahnversiegelung sinnvoll?

Die tiefen Fissuren auf den Backenzähnen zählen zu den häufigsten Stellen für Kariesbefall. Speisereste und Bakterien können sich dort besonders leicht ansammeln.

Vorteile der Fissurenversiegelung:

  • reduziert das Kariesrisiko deutlich
  • erleichtert die Zahnpflege
  • schützt besonders schwer erreichbare Stellen
  • schnelle und schmerzfreie Behandlung 

Studien zeigen, dass eine Fissurenversiegelung das Kariesrisiko um bis zu 50 % senken kann.

Für wen ist eine Fissurenversiegelung geeignet?

Kinder und Jugendliche

Besonders sinnvoll ist die Behandlung bei Kindern, sobald die bleibenden Backenzähne durchbrechen (ca. ab 6 Jahren). Der Grund dafür: Die Zähne sind anfälliger für Karies.

Erwachsene

Auch bei Erwachsenen kann eine Fissurenversiegelung sinnvoll sein – vor allem bei:

  • tiefen Zahnfurchen
  • erhöhtem Kariesrisiko
  • schlechter Zugänglichkeit beim Putzen 

Ablauf der Fissurenversiegelung

In Vorbereitung für die Fissurenversiegelung sind verschiedene Behandlungsschritte notwendig. Eine Versiegelung läuft wie folgt ab:

  • Untersuchung: Überprüfung, ob Karies vorhanden ist
  • Reinigung und Vorbereitung: Entfernung von Belägen auf den Kauflächen und Trockenlegung des Zahns, anschließend Aufrauen des Zahnschmelzes mit einem Säure-Gel
  • Versiegelung und Fluoridierung: Auftragung des Versiegelungsmaterials und Aushärtung mithilfe von Licht, anschließend Politur des Zahns und Kontrolle des Zusammenbiss, abschließend Fluoridierung des Zahns

Insgesamt dauert die schmerzfreie Behandlung zwischen 15 und 30 Minuten.

Wie lange hält die Fissurenversiegelung?

Allgemein hält eine Fissurenversiegelung bis zu 10 Jahre. Damit die Zähne dauerhaft gegen Karies geschützt sind, ist die Zahnversiegelung allein nicht ausreichend. Wer nach einer Fissurenversiegelung die Mundpflege vernachlässigt, bekommt dennoch Karies. Zur Zahnvorsorge gehören unter anderem:

  • Die Zähne richtig putzen und die passenden Hilfsmittel verwenden.
  • Auf eine zahnfreundliche Ernährung achten.
  • Regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen zu gehen.
  • Beschädigte Versiegelungen sollten erneuert werden.
  • Regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen.
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Wie viel kostet eine Fissurenversiegelung?

Nicht bei jedem Patienten übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine Zahnversiegelung. Die Kostenübernahme ist abhängig vom Alter des Versicherten:

Übernahme der Kosten für die Fissurenversiegelung bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahre übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Versiegelung von kariesfreien Fissuren und Grübchen an den bleibenden großen Backenzähnen. Die Kosten für die Fissurenversiegelung von Eckzähnen, Frontzähnen, kleinen Backenzähnen, Weisheitszähnen oder Milchzähnen werden nicht übernommen. Wer die Versiegelung dieser Zähne für sein Kind wünscht, trägt die Kosten nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) selbst. 

Übernahme der Kosten für die Fissurenversiegelung bei Erwachsenen

Da eine Fissurenversiegelung nicht lebenslang hält, sollten Erwachsene eine Versiegelung der Zähne in Betracht ziehen. Die Kosten dafür werden von den Krankenkassen nicht übernommen, sondern müssen selbst bezahlt werden. Wie bei Kindern und Jugendlichen auch wird nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) abgerechnet.

Kosten der Fissurenversiegelung gemäß Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)

Bei einer Fissurenversiegelung können Kosten gemäß Nummer 2000 GOZ von bis zu 17,72 Euro anfallen. Hinzu kommen Kosten für die Entfernung von Belägen, Untersuchungen, lokale Fluoridierung oder eine professionelle Zahnreinigung. Insgesamt kann man pro Zahn mit Kosten von 15 bis 45 Euro rechnen.

Kostenübernahme durch die private Zahnzusatzversicherung

Wer eine Zahnzusatzversicherung abschließt, profitiert von vielen Vorteilen. So bietet die Zahnzusatzversicherung der HanseMerkur in den Tarifen „Komfort“ und „Luxus“ eine 100-prozentige Kostenübernahme für die Fissurenversiegelung. Die Leistungen beider Tarife können ohne Wartezeit in Anspruch genommen werden, lediglich eine Leistungsstaffel muss berücksichtigt werden. Auch im Zahnvorsorgetarif Top (EZP2) und im Tarif Zahnvorsorge Top Plus (EZP3) ist die Fissurenversiegelung mitversichert, hier gilt eine Wartezeit von sechs Monaten.

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Vorteile und Nachteile der Fissurenversiegelung

Vorteile

  • effektiver Schutz vor Karies
  • schmerzfreie Behandlung
  • langfristige Wirkung
  • besonders sinnvoll bei Kindern 

Nachteile

  • Kostenübernahme bei Erwachsenen oft eingeschränkt
  • regelmäßige Kontrolle notwendig

Risiken und mögliche Nebenwirkungen

Die Fissurenversiegelung gilt als sehr sichere Behandlung.

In seltenen Fällen kann es zu:

  • kleinen Undichtigkeiten
  • Abnutzung der Versiegelung 

kommen.

Wichtig: Regelmäßige Zahnarztbesuche verhindern Probleme frühzeitig.

Fragen und Antworten zur Fissuren- und Zahnversiegelung

Zähne versiegeln und vor Karies schützen

Eine Fissurenversiegelung trägt dazu bei, die Zähne zu schützen. Durch die Bildung einer glatten Oberfläche werden Nahrungsreste und Bakterien daran gehindert, in die Zahnstruktur einzudringen und Karies zu verursachen. Die Behandlung ist schmerzfrei, und die Zahnversiegelung kann viele Jahre halten. Übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht, kann eine private Zahnzusatzversicherung helfen. 

Neben vielen Vorteilen bietet die Zahnzusatzversicherung der HanseMerkur in den Tarifen „Komfort“ und „Luxus“ eine 100-prozentige Kostenübernahme für die Fissurenversiegelung . Die Leistungen beider Tarife können ohne Wartezeit in Anspruch genommen werden, lediglich eine Leistungsstaffel muss berücksichtigt werden. Im Tarif Zahnvorsorge Top (EZP2) und Zahnvorsorge Top Plus (EZP3) werden die Kosten ebenfalls übernommen, hier gilt eine Wartezeit von sechs Monaten.

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