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Angst vorm Zahnarzt

Angst vorm Zahnarzt

Ursachen verstehen und Ängste überwinden

Angst vorm Zahnarzt: Dentalphobie aktiv überwinden

Angst vorm Bohrer und die Furcht vor der Spritze – viele Menschen fühlen sich auf dem Zahnarztstuhl völlig ausgeliefert. Doch wenn traumatische Erlebnisse und panische Angst zu einer Zahnarztphobie auswachsen, ist der Gang zum Zahnarzt nicht mehr möglich. Die Dentalphobie führt dazu, dass Angstpatienten ihre dringend nötige Zahnvorsorge vernachlässigen. Wir erklären Ihnen, wie sich die Angst vorm Zahnarzt austricksen lässt.

Folgen von Zahnarztangst: Nachholbedarf bei der Vorsorge

Wer regelmäßig zum Zahnarzt geht, erhält seine Zahngesundheit und beugt Problemen mit den Zähnen durch frühzeitige Behandlungen vor. Einmal im Jahr sollte man die Praxis aufsuchen, für Kinder ab sechs Jahren bis zum Erwachsenenalter zahlt die Krankenkasse mit der Individualprophylaxe zwei Kontrolltermine im Jahr. Patienten mit entzündlichen Erkrankungen sollten mit ihrem Zahnmediziner besprechen, wie häufig die Vorsorge angebracht ist.

Angstpatienten gehen meist mehrere Jahre lang nicht zur Vorsorge. Selbst bei Zahnschmerzen und schlechten Zähnen vermeiden Patienten mit Dentalphobie den Gang zum Arzt und behelfen sich mit Schmerzmitteln. Erst bei sehr starken Schmerzen wagen sie sich auf den Zahnarztstuhl. Doch dann besteht meist bereits ein großer Nachholbedarf.

Zu den Folgen der Angst vorm Zahnarzt gehören:

Wer eine Zahnbehandlung über lange Zeit vermeidet, hat bei seiner Krankenkasse einen geringeren Anspruch auf Leistungen. Nur mit einem lückenlos ausgefüllten Bonusheft erhöhen Sie Ihre Zuschüsse für Zahnersatz und senken so die Zahnarztkosten. Die regelmäßige Vorsorge lohnt sich also doppelt. Aber wie schafft es ein Angstpatient, seine Dentalphobie zu überwinden?

Ursachen der Angst vorm Zahnarzt verstehen und überwinden

Die meisten Menschen gehen mit einem mulmigen Gefühl zum Zahnarzt. Auch wenn die Behandlungsmethoden heute behutsamer sind und Betäubungsmittel gut wirken, ist der Besuch der Zahnarztpraxis oftmals ein unangenehmer Pflichttermin. Bei Angstpatienten mit einer Zahnarztphobie spielt sich angesichts der anstehenden zahnärztlichen Behandlung jedoch ein echtes Horrorszenario im Kopf ab. Eine spitze Nadel, die sich dem Zahnfleisch nähert, das gefürchtete, unangenehme Geräusch des rotierenden Bohrers im Mund und die Angst vor Schmerzen – von der plötzlichen Panikattacke bis hin zu Kreislaufproblemen mit Hitzewallungen reicht das Krankheitsbild einer Dentalphobie. Die Angst vorm Zahnarzt ist keine Seltenheit, wie Experten wissen. Ursache für die Phobie sind meist schlechte Erfahrungen und schmerzhafte Erlebnisse. Der Mundraum und die Zähne sind sehr empfindlich und dadurch verstärkt sich das Schmerzempfinden.

Zahnarztangst: So kann der Zahnarzt helfen

Wer aus Angst einen Zahnarztbesuch lange Zeit vermieden hat, sollte sich als ersten Schritt einen Zahnarzt suchen, der für Patienten mit großer Angst eine spezielle Angstsprechstunde anbietet. Dort spricht der Zahnarzt mit dem Patienten zunächst über seine Erfahrungen und seine Angst. Das hilft dem Arzt, seinen Patienten und seine Phobie besser zu verstehen, denn die Ursachen sind nicht bei allen Menschen gleich. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse helfen dabei, einfühlsam auf den Angstpatienten einzugehen und die Behandlung stressfreier zu gestalten. Auf Dentalphobie spezialisierte Zahnarzthelfer und -helferinnen zeigen den Betroffenen, wie sie durch Atemübungen und Entspannungstechniken ihre Furcht in den Griff bekommen können. Die Behandlung erfolgt dann in kleinen Schritten, ohne den Patienten zu überfordern oder ihm das Gefühl zu geben, der Zahnbehandlung ausgeliefert zu sein.

Behandlung unter Vollnarkose oder Hypnose

Bei unüberwindbarer Zahnarztangst ist es in einigen Praxen außerdem möglich, sich unter Vollnarkose oder Hypnose behandeln zu lassen. Im Tiefschlaf die Wurzelbehandlung über sich ergehen zu lassen, ist für Panikpatienten ein durchaus gangbarer Weg. Die Behandlung unter Vollnarkose macht es bei starker Zahnarztphobie erst möglich, dringend notwendige Zahnbehandlungen vorzunehmen. Die Angst vorm Zahnarzt lässt sich damit zwar nicht unmittelbar heilen, positive Erlebnisse stärken bei ängstlichen Patienten aber das Vertrauen in den Arzt. Die Kosten für eine solche Behandlung müssen allerdings meistens vom Patienten und nicht von der Krankenkasse getragen werden.

Betäubung ohne Spritze und Schmerzen

Deutlich beruhigter fühlen sich Patienten mit Angst auch bei der Behandlung mit einem Injektionssystem, das Single Tooth Anästhesia (STA System) oder auch einfach Zauberstab genannt wird. Der Zahnarzt setzt dieses System anstelle einer Spritze für die Betäubung ein. Anhand eines computergesteuerten Zauberstabs ist die Zahnbetäubung ohne Spritze und damit ohne furchterregende Nadel möglich. Das neue Lokalanästhesie-Verfahren bietet neben der schmerzfreien Betäubung zusätzlich den Vorteil, dass nur der Zahn selbst und nicht die Wange oder die Lippen betäubt werden. Besonders bei Kindern oder Menschen, die sich vor Schmerzen durch die Betäubungsspritze fürchten, kommt dieses Verfahren zum Einsatz.

Selbsthilfe-Tipps für Angstpatienten

Die Angst vorm Zahnarzt ist den Betroffenen häufig unangenehm. Keinesfalls sollten Sie Ihre Angstgefühle aber herunterspielen oder dem Arzt verschweigen. Wer seine Dentalphobie nicht akzeptiert und sich dagegen wehrt, verschlimmert meist nur seine Symptome. Damit wird nicht nur der Gang zum Zahnarzt zunehmend zur Qual, darüber hinaus riskieren Sie langfristig Ihre Zahngesundheit. Die Einsicht steht am Anfang einer jeden Therapie, mit der Sie Ihre Zahnarztphobie überwinden können. Die Angst vorm Zahnarzt ist nämlich heilbar. Welche Behandlungsmethoden sinnvoll sind, hängt insbesondere davon ab, wie stark Ihre Angst ausgeprägt ist. Neben Hypnose und weiteren Therapieansätzen gibt es einige Mittel und Methoden, die Sie selbst anwenden können. Mit der folgenden Checkliste erhalten Sie eine Reihe an Tipps, die Ihnen bei der Bewältigung Ihrer Zahnarztangst helfen.

Checkliste: Die Angst vorm Zahnarzt abschütteln

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