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Progession_Unfallversicherung

Progression und Unfallversicherung

Wichtige Begriffe in der Unfallversicherung

Progression und Unfallversicherung

Wer sich gegen die Folgen von Unfällen in der Freizeit absichern möchte, beschäftigt sich mit dem Thema private Unfallversicherung. Dabei gibt es einige Begriffe bei denen es wichtig ist, die Bedeutung richtig zu verstehen. Dazu gehören Gliedertaxe und Invalidität, die wir in einem separaten Artikel erläutert haben. Ein weiterer Terminus, der häufig verwendet wird, ist Progression. Vor dem Abschluss einer Unfallversicherung ist es wichtig zu verstehen, welche Auswirkungen die Progression auf die Leistung im Versicherungsfall hat.

Verschiedene Modelle der Progression

Generell kann eine Unfallversicherung ohne oder mit Progression abgeschlossen werden. Wird der Vertrag ohne diese abgeschlossen, werden zum Beispiel bei 75 % Invalidität nach einem Unfall 75 % der vereinbarten Versicherungssumme ausgezahlt. Die Progression legt fest, wie stark die Leistungen mit der Höhe des Invaliditätsgrades zunehmen. Bei einer Progression wird nicht linear ausgezahlt, sondern die Leistung steigt mit dem Anstieg des Invaliditätsgrades deutlich. Generell werden bei einem Invaliditätsgrad ab 26 % höhere Summen ausgezahlt, welche abhängig von der gewählten Progression sind.

Die Progression kann im Antrag ausgewählt werden, mögliche Werte sind zum Beispiel 225 %, 350 % oder 500 %. Eine entsprechende Progressionsstaffel zeigt, welche Leistungen bei welchem Grad der Invalidität ausgezahlt werden. Die folgenden zwei Beispiele zeigen die Auswirkung der Progression auf die Invaliditätsleistungen in der Unfallversicherung:

1. Beispiel

Ein Versicherungsnehmer hat nach einem Unfall in seinem Garten ein Auge verloren. Der Arzt bescheinigt ihm einen Invaliditätsgrad von 50 %. Dieser Wert ist identisch mit dem Wert, der sich durch die gewählte Gliedertaxe I ergibt.

Es werden – abhängig von der vereinbarten Progressionsstaffel – folgende Leistungen ausgezahlt:

Ohne Progression 350 % Progression Klassik 500 % Progression Klassik
Leistung

Leistung

50.000 Euro

100.000 Euro

150.000 Euro

Ohne Progression

Leistung

50.000 Euro

350 % Progression Klassik

Leistung

100.000 Euro

500 % Progression Klassik

Leistung

150.000 Euro

2. Beispiel

Eine Versicherungsnehmerin hat nach einem Unfall komplett und dauerhaft ihre Stimme verloren. Der Arzt bescheinigt ihr einen Invaliditätsgrad von 100%, identisch zur gewählten Gliedertaxe II.

Dann werden der Versicherungsnehmerin – abhängig vom Progressionsmodell – folgende Invaliditätsleistungen ausgezahlt:

Ohne Progression 350 % Progression
Klassik oder Plus
500 % Progression
Klassik oder Plus
Leistung

Leistung

100.000 Euro

350.000 Euro

500.000 Euro

Ohne Progression

Leistung

100.000 Euro

350 % Progression
Klassik oder Plus

Leistung

350.000 Euro

500 % Progression
Klassik oder Plus

Leistung

500.000 Euro

Der Vorteil der Progression ist, dass trotz einer geringen Versicherungssumme bei einem höheren Invaliditätsgrad deutlich mehr Geld ausgezahlt wird, um die finanziellen Folgen einer Invalidität besser aufzufangen. Die niedrigere Versicherungssumme sorgt dafür, dass der Beitrag günstiger ist als bei einer entsprechend hohen Grundsumme.

Progressionsmodelle bei der HanseMerkur

Entscheiden Sie sich für eine Unfallversicherung mit Progression, können Sie bei der HanseMerkur online zwischen 225 %, 350 % und 500 % Progression wählen. Hinzu kommt die Option „Plus“. Das bedeutet, dass früher höhere Invaliditätsleistungen als bei dem Progressionsmodell Klassik erreicht werden. Ab einem Invaliditätsgrad  von 75 % gibt es bei der Plus Progression bereits die maximale Entschädigungsleistung.

Beispiele für die Auswirkungen der Progression finden Sie nachfolgend. Grundlage der Berechnungen ist eine Versicherungssumme von 100.000 Euro:

Invaliditätsgrad Ohne
Progession
225 % Klassik
Progression
350 % Klassik
Progression
500 % Plus
Progression
10 %

10 %

10.000 EUR

10.000 EUR

10.000 EUR

10.000 EUR

20 %

20 %

20.000 EUR

20.000 EUR

20.000 EUR

20.000 EUR

30 %

30 %

30.000 EUR

35.000 EUR

40.000 EUR

50.000 EUR

50 %

50 %

50.000 EUR

75.000 EUR

100.000 EUR

150.000 EUR

75 %

75 %

75.000 EUR

150.000 EUR

225.000 EUR

500.000 EUR

100 %

100 %

100.000 EUR

225.000 EUR

350.000 EUR

500.000 EUR

Ohne
Progession

10 %

10.000 EUR

20 %

20.000 EUR

30 %

30.000 EUR

50 %

50.000 EUR

75 %

75.000 EUR

100 %

100.000 EUR

225 % Klassik
Progression

10 %

10.000 EUR

20 %

20.000 EUR

30 %

35.000 EUR

50 %

75.000 EUR

75 %

150.000 EUR

100 %

225.000 EUR

350 % Klassik
Progression

10 %

10.000 EUR

20 %

20.000 EUR

30 %

40.000 EUR

50 %

100.000 EUR

75 %

225.000 EUR

100 %

350.000 EUR

500 % Plus
Progression

10 %

10.000 EUR

20 %

20.000 EUR

30 %

50.000 EUR

50 %

150.000 EUR

75 %

500.000 EUR

100 %

500.000 EUR

Weitere Progressions-Beispiele sind in unserer Übersicht zu finden.

Zur Unfallversicherung

Unfallversicherung der HanseMerkur

Genießen Sie weltweiten Versicherungsschutz rund um die Uhr und schützen Sie sich vor den finanziellen Auswirkungen eines schweren Unfalls - mit eine Unfallversicherung, die so flexibel ist wie Ihr Leben.

Versicherungssumme und Progression in der Unfallversicherung

Etwa ¾ aller Unfälle finden im privaten Bereich statt, dort haben Sie keinen Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung.  Eine private Absicherung hilft, schwere Folgen nach einem Unfall finanziell aufzufangen. Machen Sie sich vor dem Abschluss Gedanken über die Versicherungssumme und die Progression:

Alter Grundsumme (Bsp. Jahresbrutto 50.000 EUR)
~ 20 Jahre (Faktor 6)

~ 20 Jahre (Faktor 6)

300.000 EUR

~ 30 Jahre (Faktor 5)

~ 30 Jahre (Faktor 5)

250.000 EUR

~ 40 Jahre (Faktor 4)

~ 40 Jahre (Faktor 4)

200.000 EUR

~ 50 Jahre (Faktor 3)

~ 50 Jahre (Faktor 3)

150.000 EUR

Kinder mindestens

Kinder mindestens

150.000 EUR

Senioren mindestens

Senioren mindestens

100.000 EUR

Grundsumme

(Bsp. Jahresbrutto 50.000 EUR)

~ 20 Jahre (Faktor 6)

300.000 EUR

~ 30 Jahre (Faktor 5)

250.000 EUR

~ 40 Jahre (Faktor 4)

200.000 EUR

~ 50 Jahre (Faktor 3)

150.000 EUR

Kinder mindestens

150.000 EUR

Senioren mindestens

100.000 EUR

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