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Gesundheitsprogramme

Gesundheitsprogramme

Vorsorge und Unterstützung
Gesundheitsprogramme – exklusive Angebote

Verschiedene Lebenssituationen erfordern ihre ganz eigenen Lösungen. Die HanseMerkur hat deshalb zur Gesundheitsvorsorge und für Versicherte mit chronischen Erkrankungen individuelle telefonische Betreuungsprogramme entwickelt. Die Programme richten sich an Versicherte in der privaten Krankenversicherung und Beihilfeversicherte. Sie sind freiwillig und für die Teilnehmer kostenlos.

Aktiv gesund bleiben
Gemeinsam aktiv: Unterstützung beim Abnehmen Unterstützung beim Abnehmen – das Vorsorgeprogramm "Aktiv gesund bleiben"

Vorsorge ist die beste Medizin. Diese Aussage gilt heute mehr denn je, denn der Lebensstil unserer Zeit hat uns neben etlichen Annehmlichkeiten auch gesundheitliche Nachteile beschert: Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind auf dem Vormarsch – alles Erkrankungen, die sich durch gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung meistens vermeiden lassen. Unser Vorsorgeprogramm hilft Ihnen beim Abnehmen, damit Folgeerkrankungen gar nicht erst entstehen.

  • Ablauf

    Das Programm dauert ein Jahr und beginnt mit einem ausführlichen Aufnahmegespräch. Anhand Ihrer konkreten Lebenssituation legen Sie gemeinsam mit Ihrem Gesundheitscoach fest, welche Ziele Sie erreichen möchten und welche Veränderungen dafür erforderlich sind. Alle Maßnahmen sind auf Ihren persönlichen Gesundheitsstatus, Ihre Lebens- und Arbeitssituation, Ihre Wünsche und Bedürfnisse ausgerichtet. Im Laufe des Jahres werden Sie von Ihrem Coach immer wieder angerufen, individuell zu den Themen Ernährung, Bewegung oder Nichtrauchen geschult und mit praktischen Tipps und Ratschlägen unterstützt. Zum Programmende nach einem Jahr sollten Ihre Ziele erreicht sein. Dann endet das Programm mit einem Abschlussgespräch. Durch die dauerhafte Übung sind Sie bestens vorbereitet, damit Sie auch langfristig Ihren geänderten Lebensstil behalten.

  • Information und Anmeldung

    Das Programm wird durch den Gesundheitsdienstleister 4sigma GmbH im Auftrag der HanseMerkur durchgeführt. Bei Fragen zum Programm rufen Sie einfach unter der kostenfreien Rufnummer an: 0800 3020400 (täglich 8 bis 20 Uhr). Wenn Sie sich anmelden möchten, nutzen Sie bitte den Anmeldecoupon, der auf der letzten Seite der Broschüre im Download enthalten ist.

Umgang mit Stress
Besser mit Stress umgehen Besser mit Stress umgehen – das Vorsorgeprogramm "Stress in Balance"

Zeitdruck, hohe Arbeitsbelastungen und berufliche wie private Verpflichtungen setzen viele von uns unter Stress. Eine gesunde Portion Anspannung kann durchaus positiv sein, denn sie mobilisiert Energien im Körper und kann uns helfen, Situationen erfolgreich zu meistern. Wenn aber Stress ein Dauerzustand ist und Phasen der Erholung und Entspannung ausbleiben, kann er krankmachen. Unser telefonisches Programm hilft Ihnen, wenn Sie sich belastet fühlen und lernen möchten, besser mit Stresssituationen umzugehen.

  • Ablauf

    Das Programm dauert ein Jahr und ist in drei unterschiedliche Phasen aufgeteilt. Zu Beginn geht es um ein gegenseitiges Kennenlernen zwischen Ihnen und Ihrem persönlichen Stresscoach, die Festlegung Ihrer Programmziele und allgemeine Informationen zum Thema Stress. In monatlichen Abständen erfolgen Schulungsgespräche und Sie beginnen mit kleineren und größeren Änderungen im privaten und beruftlichen Alltag, die Auswirkungen auf Ihr Stresserleben und den Umgang mit schwierigen Situationen haben. In der dritten Phase setzen Sie das Gelernte mehr und mehr um. Ihr Stresscoach bleibt über die gesamte Programmzeit derselbe und unterstützt Sie mit praktischen Tipps. Nach einem Jahr endet das Programm mit einem Abschlussgespräch.

  • Information und Anmeldung

    Das Programm wird durch den Gesundheitsdienstleister 4sigma GmbH im Auftrag der HanseMerkur durchgeführt. Bei Fragen zum Programm rufen Sie einfach unter der kostenfreien Rufnummer an: 0800 3606030 (täglich 8 bis 20 Uhr). Wenn Sie sich anmelden möchten, nutzen Sie bitte den Anmeldecoupon, der auf der letzten Seite der Broschüre im Download enthalten ist.

  • Stresstest

    Wie gestresst sind Sie? Druck am Arbeitsplatz, knappe Freizeit, fehlender Ausgleich – Stress hat viele Ursachen. Testen Sie hier Ihr persönliches Stressrisiko! Zum Stressrisiko-Test

Hilfe bei chronischen Krankheiten
Gesundheitsberater der HanseMerkur Unterstützung bei chronischen Erkrankungen – der Gesundheitsbegleiter

Unser Gesundheitsbegleiter unterstützt Sie im Umgang mit einer chronischen Erkrankung. Dabei werden Sie von einer ausgebildeten Gesundheitsberaterin fachkundig beraten und erfahren alles Wissenswerte zum Erkrankungsbild, zu Diagnostik, Behandlung und Therapie. Sie lernen, wie Sie Körper und Seele entlasten und im Gesundungsprozess unterstützen können. Das Programm hilft Ihnen insbesondere bei diesen Erkrankungen:

  • Ablauf

    Das Programm dauert ein Jahr und beginnt mit einem ausführlichen Erstgespräch. Sie werden über die gesamte Dauer von einem persönlichen Gesundheitscoach unterstützt. Dabei handelt es sich um eine Krankenschwester mit mehrjähriger Berufserfahrung und Fortbildungen in der Unterstützung Es wird mit Ihnen vereinbart, in welchen Bereichen wir Sie konkret unterstützen können. Sie erhalten gezielte Informationen rund um Ihr Krankheitsbild, Diagnose- und Therapieverfahren und sofern erforderlich Unterstützung bei der Suche nach fachärztlichen Spezialisten. Bei Bedarf sind auch kleinere Hilfsmittel oder telefonmedizinische Geräte im Programm enthalten. Auch Ihr behandelnder Arzt kann einbezogen werden, sofern Sie dies wünschen.

  • Information und Anmeldung

    Das Programm wird durch den Gesundheitsdienstleister 4sigma GmbH im Auftrag der HanseMerkur durchgeführt. Bei Fragen zum Programm rufen Sie einfach unter der kostenfreien Rufnummer an: 0800 1060400 (täglich 8 bis 20 Uhr). Wenn Sie sich anmelden möchten, nutzen Sie bitte den Anmeldecoupon, der auf der letzten Seite der Broschüre im Download enthalten ist.

Dem Rückenschmerz keine Chance geben
Unterstützung bei chronischen Rücken- und/oder Nackenschmerzen

Sie leiden unter chronischen Rücken- und/oder Nackenschmerzen? Konventionell orthopädische und physiotherapeutische Maßnahmen wie Massagen, Manuelle Therapie oder Krankengymnastik bringen keine Besserung? Dann hilft Ihnen unser Programm „Schmerzfreier Rücken“.  Es unterstützt Sie dabei Rücken- und/oder Nackenschmerzen wirksam zu bekämpfen. Hierbei stehen Motivation und Information genauso im Vordergrund wie das für Sie individuell abgestimmte Krafttraining an therapeutischen Spezialgeräten, Dehnungsübungen sowie Übungen zur mechanischen Entlastung der Wirbelsäule und zur Entspannung der Rumpf-, Nacken- und Halsmuskulatur.

  • Ablauf

    Das Programm wird in den Rückenzentren unseres Partners FPZplus AG durchgeführt. Es beinhaltet 24 Therapieeinheiten à 60 Minuten und wird i.d.R. innerhalb von 12 bis 14 Wochen absolviert. Zu Beginn findet eine umfangreiche Eingangsanalyse statt. Auf der Basis der dabei festgestellten Analysewerte wird für Sie ein maßgeschneidertes Behandlungsprogramm erstellt. Regelmäßige Folgeanalysen ermöglichen eine Optimierung Ihrer Therapie und am Ende erfolgt eine ausführliche Abschlussanalyse, die den Behandlungserfolg dokumentiert.

  • Voraussetzungen für die Teilnahme u.a.
    • Sie sind Patient mit chronischen Rücken- und/oder Nackenschmerzen.
    • Ihr behandelnder Arzt verordnet Ihnen die FPZ Therapie.
    • Für Sie besteht eine ungekündigte Krankenvollversicherung bei der HanseMerkur Krankenversicherung AG.
  • Kosten

    Die Kosten der FPZ Therapie fallen in den Bereich der Heilmittel und werden von der HanseMerkur im tariflichen Rahmen erstattet. Eventuell anschließende Maßnahmen zur Erhaltung des erreichten Trainingszustands gehören nicht zum Versicherungsschutz.

  • Anmeldung

    Wenn Sie Interesse an dem Programm haben, schreiben Sie bitte eine E-Mail an GM@hansemerkur.de, geben im Betreff bitte das Programm „Schmerzfreier Rücken“ an und nennen Ihre Versicherungsnummer. Sie erhalten dann von uns per Post eine Einladung mit den genauen Abläufen und den erforderlichen Unterlagen, damit Sie sich zum Programm anmelden können.

Interviews

Bei allen Gesundheitsprogrammen haben Sie einen persönlichen Gesundheitscoach an Ihrer Seite, der Sie regelmäßig anruft, Ihre Fragen beantwortet und zu den vereinbarten Themen informiert. Die Gespräche finden in festen zeitlichen Abständen statt und sind in der Regel für die Dauer eines Jahres angelegt. So werden Sie auch bei längerfristigen Vorhaben unterstützt und begleitet.

Lesen Sie hier von den Erfahrungen ehemaliger Teilnehmer und erfahren Sie, wie es ihnen heute geht. Mehr zu den Hintergründen des neuen Schwerpunkts im Gesundheitsbegleiter erfahren Sie im Experten-Interview mit unserer ärztlichen Leiterin Frau Dr. Eva Jacob.

Experten-Interview
Telefon-Coaching bei Schlaganfall NEU: Telefon-Coaching bei Schlaganfall und seiner Vorboten

Versicherte, die einen Schlaganfall oder einen sogenannten Mini-Schlaganfall (TIA) erlitten haben, können sich dazu ab sofort im Rahmen des Gesundheitsbegleiters beraten lassen. Die ärztliche Leiterin des Programms, Frau Dr. med. Eva Jacob spricht zu den Hintergründen.

Knapp 270.000 Schlaganfälle ereignen sich jährlich in Deutschland, etwa 200.000 davon sind erstmalige Schlaganfälle. Rund die Hälfte der überlebenden Patienten bleibt ein Jahr nach Ereignis dauerhaft behindert und auf fremde Hilfe angewiesen. Aktuell leiden fast eine Million Bundesbürger an den Folgen dieser Erkrankung. Hinzu kommt die transitorische ischämische Attacke (TIA), die als Mini-Schlaganfall bezeichnet wird. Diese erleiden pro Jahr ca. 100.000 Menschen.

  • Interview mit Frau Dr. med. Eva Jacob

    Frage: Was ist eine TIA genau?

    Frau Dr. med. Jacob: Die Abkürzung TIA steht für transitorische ischämische Attacke. Darunter versteht man eine kurzzeitige Durchblutungsstörung im Gehirn. Der Patient bemerkt die gleichen Symptome wie bei einem Schlaganfall, also z.B. Lähmung einer Körperhälfte, Sprach-, oder Sprechstörungen. Die Einschränkungen halten jedoch nur bis zu 24 Stunden an und bilden sich dann wieder vollständig zurück.

    Frage: Warum sollten sich Patienten nach einer TIA beraten lassen, wenn doch keine Beschwerden mehr vorhanden sind?

    Frau Dr. med. Jacob: Weil eine TIA ein ernstzunehmender Vorbote für einen Schlaganfall ist. Daher ist es wichtig, auch vorübergehende Beschwerden nicht zu ignorieren und sofort den Arzt aufzusuchen. Für Durchblutungsstörungen im Gehirn gibt es verschiedene Risikofaktoren, wie zum Beispiel Vorhofflimmern, Diabetes mellitus oder Bluthochdruck. Eine konsequente Behandlung dieser Erkrankungen kann die Gefahr, einen richtigen Schlaganfall zu erleiden, senken.
    Neben einer medikamentösen Therapie spielt vor allem der persönliche Lebensstil eine ganz maßgebliche Rolle. Und genau hier setzt unsere Beratung an: Das Schulungsprogramm motiviert jeden Teilnehmer, notwendige Veränderungen für ein gesünderes Leben umzusetzen. Er lernt, wie er sich aktiv vor einem Schlaganfall schützen und seine eigenen Einflussmöglichkeiten im Alltag besser nutzen kann.

    Frage: Der Gesundheitsbegleiter richtet sich sowohl an Menschen nach einer TIA, als auch an Patienten, die einen Schlaganfall erlitten haben. Welche Themen werden in der Beratung konkret besprochen?

    Frau Dr. med. Jacob: Neben Informationen zum Krankheitsbild Schlaganfall und zur medikamentösen Therapie umfasst das Betreuungsprogramm Themen der gesunden Lebensführung. Dabei geht es um Bewegung und körperliche Aktivität, gesunde Ernährung oder Hilfe, wie ich mit Stress besser umgehen kann.

    Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Teilnehmer mit einem telemetrischen Blutdruckgerät auszustatten, das die gemessenen Werte an eine geschützte Datenbank übermittelt. Diese Werte fließen mit in die Beratung ein. Durch das regelmäßige Messen wird der Teilnehmer in seiner Selbstwahrnehmung geschult und lernt, seine Blutdruckwerte richtig einzuschätzen. Zusätzlich erhält sein Hausarzt die gemessenen Werte als Gesundheitsbericht. Diese objektiven Werte können eine hilfreiche Ergänzung sein, um den Blutdruck des Patienten optimal einzustellen – eine wichtige Maßnahme, um das Risiko für einen (erneuten) Schlaganfall zu reduzieren.

Teilnehmer-Interviews
  • Interview mit Reinhard G.

    F: Wie haben die Gespräche Sie konkret dabei unterstützt, besser mit Ihrer Erkrankung zurechtzukommen?

    A: Mit meiner Beraterin habe ich ausführlich besprochen, was ich im täglichen Leben selbst beitragen kann, um meine gesundheitlichen Probleme in den Griff zu bekommen. Ein wichtiges Thema war die gezielte Bewegung bzw. Gymnastik, die ich zu Hause und zum Teil begleitet durchführen kann. Das ganzheitliche Konzept der Betreuung finde ich ganz wichtig und auch den Ansatz, sich nicht zu sehr mit dem Kranksein zu beschäftigen, sondern sich eher auf das Gesundwerden zu konzentrieren. Irgendwie geht man mit der Teilnahme ja auch eine Art Selbstverpflichtung ein. Ich wusste, meine Beraterin ruft wieder an und fragt nach, wie ich mit meinen Vorsätzen weitergekommen bin - das motiviert natürlich, auch wirklich etwas zu tun und dranzubleiben.

    F: Sie haben das Programm vor einiger Zeit nach zwölf Monaten regulär beendet. Glauben Sie, dass Sie auch längerfristig von der Betreuung profitieren können?

    A: Meine körperlichen Beschwerden werden anhalten und ich weiß, dass ich sie sicherlich nie mehr ganz loswerde. Die Begleitung durch meine Beraterin hat mir auf jeden Fall dabei geholfen, meine persönliche Genesungsstrategie weiterzuentwickeln, den einen oder anderen Gedanken möglicherweise fallen zu lassen und etwas Neues auszuprobieren oder etwas zu verändern.

  • Interview mit Caroline G.

    F: Sie haben sich entschieden, am Vorsorgeprogramm "Aktiv gesund bleiben - besser leben" der HanseMerkur teilzunehmen. Was waren Ihre Beweggründe für diesen Schritt?

    A: Übergewicht liegt bei uns in der Familie, außerdem leide ich an einer Schilddrüsenunterfunktion. Beides macht ja das Abnehmen nicht gerade leichter; diese Erfahrung habe ich in früheren Diäten machen müssen. Ich war überzeugt: Da bleibt nur die Magenband-OP, die dann allerdings nicht genehmigt wurde. Stattdessen schlug mir die HanseMerkur die Teilnahme an ihrem telefonischen Betreuungsprogramm vor. Bei meinen Abnehmplänen konnte ich jegliche Form der Unterstützung
    gut gebrauchen und so stimmte ich zu.

    F: Sie haben über 70 Kilo abgenommen. Wie sah Ihre persönliche Strategie aus, um diesen enormen Abnehmerfolg zu erzielen?

    A: Klar, zunächst musste ich vor allem an meiner Ernährung drehen. Statt Süßem und Fastfood standen viel Gemüse und kalorienarmes Fleisch auf dem Speiseplan. Kohlenhydrate gab es vor allem zum Frühstück, mittags eine normale Mahlzeit. Der Knackpunkt aber war, dass ich ab dem frühen Abend möglichst nichts mehr gegessen habe. Dafür habe ich umso mehr getrunken: Zwei bis drei Liter Wasser, Tee oder Light-Getränke kamen da täglich schon zusammen.

    F: Mehr Bewegung ist neben einer angepassten Ernährung der Schlüssel zum Abnehmen. Gerade Übergewichtige finden den Zugang zu Sport und vermehrter körperlicher Aktivität aber nur schwer. Wie haben Sie es geschafft?

    A: Wichtig ist, gerade am Anfang nicht zu viel zu erwarten. Ich habe damit angefangen, mich im Alltag mehr zu bewegen. Beispielsweise habe ich ganz bewusst öfter auf das Auto verzichtet, war mehr zu Fuß unterwegs und habe die Treppe statt den Aufzug benutzt. Das läuft quasi einfach nebenher, ohne größeren Aufwand und so gewöhnt man sich schnell daran. Ich bin jetzt auch öfter beim Schwimmen. Das finde ich sehr angenehm, weil es nicht so schweißtreibend und doch effektiv ist.

    F: Was würden Sie als die größte Herausforderung ansehen, mit der Sie während Ihrer Gewichtsreduktion zu kämpfen hatten?

    A: Natürlich musste ich mich erst daran gewöhnen, abends nichts mehr zu essen. Das war nicht leicht, aber die Erfolge gaben dem Ansatz recht und motivierten mich. Durststrecken gibt es immer wieder, gerade wenn nach dem anfänglichen raschen Gewichtsverlust die Pfunde nicht mehr so schnell purzeln. Ich hatte aber Glück mit meinem persönlichen Umfeld. Denn hätten meine Familie und Freunde meine Anstrengungen nicht unterstützt oder gar belächelt, dann wäre es in manchen Situationen sicher schwierig gewesen, meine Abnehmstrategie konsequent durchzuziehen. So war da aber immer jemand, der mich in schwachen Momenten konsequent an mein Ziel erinnert hat.

    F: In den Telefonaten mit Ihrer persönlichen Beraterin konnten Sie aktuelle Probleme besprechen. In wieweit haben Sie diesen Austausch als hilfreiche Unterstützung empfunden?

    A: Zu wissen, dass jemand da ist, der zuhört und fachmännisch unterstützt, war schon sehr hilfreich. Meine Beraterin hat mich immer motiviert, mich aber auch gebremst, wenn ich in kurzer Zeit zu viel erreichen wollte. Wir haben ganz konkret besprochen, welche Gewichtsabnahme bis zum nächsten Gesprächstermin realistisch und vernünftig ist.

    F: Stichwort "Jo-Jo-Effekt": Erfolgreich abzunehmen ist die eine Sache, sein Gewicht auch zu halten eine ganz andere. Das schafft man nicht durch Radikaldiäten, sondern nur durch eine langfristige Umstellung des eigenen Lebensstils. Wie hat sich der Ihre verändert?

    A: Auch jetzt, wo ich mein Wunschgewicht erreicht habe, esse ich natürlich anders, bewusster als früher. Ich halte an meiner Ernährungsstrategie fest, wenn auch weniger verschärft. Ich gönne mir jetzt auch mal ein Stück Kuchen, achte aber darauf, insgesamt nicht zu viel zu essen. Und auch beim Thema Bewegung bleibe ich dran und trainiere ganz bewusst meinen Bauch und die Arme, um den Erfolg zu sichern.

  • Interview mit Michael K.

    F: Was waren Ihre Beweggründe, an „Besser leben“ teilzunehmen?

    A: Ich hatte im Mai 2016 einen Infarkt, der mein Herz dauerhaft in Mitleidenschaft zog. Die anschließende Reha war ein Anfang, um mein Leben mit der Diagnose Herzschwäche wieder in den Griff zu bekommen und mir klar zu machen, dass ich nicht einfach so weitermachen kann wie vorher. Wieder daheim merkte ich, dass ich im Alltag noch manchmal verunsichert war. Als das Angebot der HanseMerkur ins Haus flatterte, überredete mich meine Frau, mich anzumelden.

    F: Das Programm arbeitet mit dem Telefon als Kommunikationsmittel. Wie haben Sie die Begleitung erlebt?

    A: Unkompliziert: Ich vereinbarte mit meiner Gesundheitsberaterin regelmäßig Termine für das nächste Gespräch, so wie es in meinen Zeitplan passte. Wir besprachen immer zuerst, wie es mir seit dem letzten Telefonat ergangen war. Von Anfang an erstaunte mich, wie einfühlsam, ausführlich und kompetent meine Beraterin auf meine Fragen und Probleme einging. Mit ihrer Hilfe habe ich mein Wissen aus der Reha aufgefrischt und viel Neues über meine Erkrankung dazugelernt. Vor allem aber hatte sie immer wertvolle Tipps und Ratschläge parat, um Schritt für Schritt etwas an meiner Situation zu ändern und zu verbessern.

    F: Welche Veränderungen waren das im Einzelnen?

    A: Da ging es teilweise um ganz banale Dinge, zum Beispiel wie ich die tägliche Einnahme meiner Medikamente besser organisiere, damit ich sie nicht vergesse. Aber auch um grundsätzliche Fragen meines Lebensstils: Wie bekomme ich als Sportmuffel mehr Bewegung in den Alltag? Was ist bei der Ernährung für mich wichtig? Heute weiß ich, dass ich mir und meinem Herzen schon mit kleinen Änderungen viel Gutes tun kann.

    F: Gab es Aspekte, die Sie besonders hilfreich fanden?

    A: Eine echte Unterstützung war die telemetrische Waage, die ich zur Verfügung gestellt bekam. Sie gab mir vor allem am Anfang das Gefühl von Sicherheit. Denn ich konnte beim täglichen Wiegen nicht nur sehen, dass ich tatsächlich ein wenig abnahm – ein guter Ansporn, in Sachen Lebensstiländerung am Ball zu bleiben. Die Werte gingen direkt an meine Gesundheitsbegleiterin. Als einmal mein Gewicht in kurzer Zeit stark anstieg, rief sie mich an und empfahl mir, den Arzt aufzusuchen. Er stellte meine Medikamente neu ein und verhinderte so, dass sich mein Gesundheitszustand weiter verschlechterte.

    F: Würden Sie das Programm auch anderen Patienten empfehlen?

    K.: Unbedingt, denn meiner Meinung nach trifft hier das Motto „Kleiner Aufwand, große Wirkung“ voll ins Schwarze. Die Zeit für ein halbstündiges Telefonat im Monat hat wirklich jeder. Dafür bekommt man praxisnahe Unterstützung, die tatsächlich weiterhilft.