Vortrag von Dr. med. Johannes Greten im Rahmen des TCM-Forums
Hamburg, 25. September 2006. Die Wirkung der Akupunktur wird in Deutschland kontrovers diskutiert. Was ist eigentlich Akupunktur? Wirkt sie nun oder wirkt sie nicht? Und wenn ja, bei welchen Beschwerden? Ist es wirklich egal, wohin man sticht? Fragen, die Dr. med. Johannes Greten in seinem Vortrag im Rahmen des TCM-Forums der HanseMerkur Krankenversicherung aG und der DAK beantwortete:
Die Akupunktur ist in China keine stand-alone Behandlung. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) macht die Akupunktur nur einen Anteil von ca. 15-20 Prozent des Be-handlungsumfanges aus. Sie ist in ein therapeutisches Gesamtkonzept eingebettet, dessen Hintergrund eine andere Form der Diagnostik bildet. In China wird die Akupunktur als Teil einer umfassenden systematischen Intervention betrachtet. Bei der Integration chinesischer Heilverfahren muss dieser ganzheitliche und systemische Ansatz berücksichtigt werden. Dabei beruht die Chinesische Medizin auf einer anderen, durchaus logisch nachvollziehbaren Systematik. Die vorgestellten Daten und Studien belegen, dass die Erstellung einer Chinesichen Funktionellen Diagnose eine große Rolle für den Akupunkturerfolg spielt. Eine Hörerin des Vortrages bat spontan um Hilfe für ihre starken Schmerzen, die durch eine Kniearthrose seit über zwei Jahren beinahe unerträglich waren. Über 20 Akupunkturbehandlungen bei meheren Ärzten hatten keinen Erfolg. Dr. med Johannes Greten stellte vor den Hörern exemplarisch die klassiche funktionelle Diagnose und behandelte die Patientin in aller Öffentlichkeit, erklärte die Punktauswahl und die Stichtechnik. Nach wenigen Minuten war die Patientin weitgehend schmerzfrei und konnte ohne die zuvor notwendige Gehhilfe den Raum verlassen.
Der zukünftige Stellenwert der Akupunktur hängt davon ab, ob es gelingt, dass die Systematik der Chinesischen Medizin in westliche Fachbegriffe übertragen werden kann. Ziel ist es, unter anderem die spezifische Wirkung der Akupunktur zu messen und die Qualitätskontrolle zu verbessern. Ein Ziel, das auch das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf mit seiner HanseMerkur Stiftungsprofessur für TCM verfolgen wird.
Die Verbindung der medizinischen Systeme ist eine vielversprechende Aufgabe für die Zukunft und eine Herausforderung an die Integrationsfähigkeit beider Medizinsysteme. "Die Chinesische Medizin muss von mystisch anmutendem, historischem Beiwerk befreit werden, um sich in die wissenschaftliche Landschaft des Westens zu integrieren", so Dr. med. Johannes Greten.
Der TCM-Zyklus wird in der Zeit vom 27. September bis 29. September 2006 mit einer Messe und zahlreichen Vorträgen im Atrium der HanseMerkur Versicherungsgruppe am Hamburger Dammtor-Bahnhof fortgesetzt. Der Eintritt zur TCM-Messe ist frei.
Zur Person
Dr. med. Johannes Greten liest seit 1996 TCM an der Universität Heidelberg. Gastprofessur an der University of Alberta/Kanada, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin (DGTCM), External Examiner der kana-dischen ärztlichen Akupunktur-Gesellschaft, Präsident der International Scientific Medicine Association, Professor des ICBAS an der Universität Porto, Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren, grad. Gestalttherapeut, internationale Vortragstätigkeit, Leiter des Forschungs- und Lehrinstituts der DGTCM in Heidelberg, Studium der Kinder- und Jugendpsychatrie, Autor zahlreicher Vorträge und Schriften, darunter "Kursbuch der TCM".
HanseMerkur - Profis mit Herz
Als zweitältester deutscher Kranken- und als drittgrößter Reiseversicherer ist die HanseMerkur die einzige selbständige und konzernunabhängige Versicherungsgruppe am Finanzplatz Hamburg. Muttergesellschaft des bundesweit tätigen Personenversicherers ist die HanseMerkur Krankenversicherung aG mit über 800.000 Kunden. Als Spezialist im Ergänzungsversicherungsschutz und mit innovativen Versicherungsprodukten, die attraktive Leistungsvorteile für Angestellte und Selbständige bieten, hat sich die HanseMerkur erfolgreich im Markt positioniert. Dazu kommt die führende Position bei der Erstattung naturheilkundlich-medizinischer Leistungen. Hierzu zählt unter anderem das gesamte Leistungsspektrum der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM): von der Akupunktur bis zur Zungendiagnostik. Die HanseMerkur ist auch Stifter des ersten deutschen Lehrstuhls für TCM am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.
DAK - Unternehmen Leben
Die DAK - Unternehmen Leben ist ein modernes Dienstleistungsunternehmen mit der Finanzkraft und Solidarität von 6,2 Millionen Kunden in Deutschland. Mit dem Blick auf eine 232-jährige Tradition bieten wir unseren Kunden Gesundheit und Vorsorge in jeder Konsequenz. "Unternehmen Leben" beschreibt unseren Anspruch, unseren Kunden jederzeit zur Seite zu stehen und das ein Leben lang. Mit einem Netz von 750 Kundencentern und rund 12.000 Mitarbeitern treten wir jeden Tag den Beweis auf den Feldern: Leistung, Partnerschaft und Innovation an. Wenn es darum geht, Ihnen die besten Leistungen zu bieten, ist die DAK ganz vorn. Ob innovative Medizin oder traditionelle Medizin, wir sind immer auf dem aktuellen Stand und garantieren eine optimale Versorgung. So bieten wir zum Beispiel unseren Kunden mit chronischen Rücken- oder Knieschmerzen Akupunktur als Standardtherapie. Mit qualifizierten Präventionskursen wie Taiji und Qigong unterstützen wir nach Kräften den Bereich Entspannung und beteiligen uns an den Kosten. DAK-Kunden, die mehr wollen, bekommen ausgezeichnete Leistungen mit privaten Extras über den DAKZusatzSchutz bei der HanseMerkur. Dazu gehören unter anderem Zusatzleistungen für Naturheilkunde und Heilpraktiker.
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