Warum Schlaf- und Ruhephasen so wichtig für den Körper sind
Ausreichende Ruhe- und Schlafphasen sind unerlässlich, damit der Körper "regenerieren" kann. Dauerhafter Schlafmangel schwächt das Immunsystem. Die Folgen sind Aufmerksamkeits- und Konzentrationsdefizite, Nervosität, Unruhezustände, Essstörungen, Zunahme von Infektionskrankheiten bis hin zu Herz-Kreislauf-Erkankungen.
Wie viel Schlaf braucht ein Mensch?
Das ist unterschiedlich. Hier spielen verschiedene Faktoren, wie beispielsweise Alter oder Belastung, eine Rolle. Grundsätzlich gilt: Je älter ein Mensch ist, desto weniger Schlaf benötigt er. So sinkt das Schlafbedürfnis ab dem 50. Lebensjahr oft unter 6 Stunden, während ein Säugling täglich bis zu 16 Stunden schläft.
Man unterscheidet verschiedene Schlafphasen: vom Einschlafen über den Leichtschlaf bis zum Tiefschlaf. Hinzu kommt der Traumschlaf, bei dem der Schläfer häufig die Augenlider bewegt. Fachleute sprechen von der REM-Schlafphase (REM = Rapid Eye Movement). Ein kompletter Schlafzyklus dauert etwa 90 bis 110 Minuten, pro Nacht werden meistens 4 bis 5 dieser Zyklen durchlaufen.
Besonders wichtig ist der Tiefschlaf, da er dem Körper die nötige Erholung bringt: Die Herzfrequenz nimmt ab, die Muskulatur erschlafft, Atemfrequenz, Blutdruck, Körpertemperatur sinken, das Nervensystem ist weniger erregbar und die Stoffwechselfunktionen sind besonders aktiv.
Neben Schlaf- auch Ruhezeiten einplanen
Inzwischen ist es erwiesen, dass jeder Mensch nicht nur in der Nacht, sondern auch in der Mittagszeit ein Leistungstief hat. Dieses wird noch durch die Mittagsmahlzeit verstärkt. Deshalb ist eine kurze Ruhephase eine ideale Ergänzung, vorausgesetzt sie dauert nicht länger als 30 Minuten. Dabei muss nicht unbedingt geschlafen werden, es reicht, die Augen zu schließen und zu entspannen.
Neben einer Siesta gönnen Sie sich mehrere kleine Pausen, in denen Sie "abschalten" können. Sie werden merke: Danach sind Sie wesentlich leistungsstärker und konzentrierter.
Was tun bei Schlafstörungen?
Achten Sie auf ausreichend Bewegung (z.B. Abendspaziergang), damit sich neben der seelischen auch eine körperliche Müdigkeit einstellt.
Regelmäßiges Yoga oder autogenes Training sorgen für Entspannung.
Keine fetten und üppigen Abendmahlzeiten.
Abends keinen Alkohol und keine belebenden Getränke, wie Kaffee, schwarzen Tee oder Coca Cola trinken.
Empfehlenswert sind spezielle Tees, die eine beruhigende Wirkung haben, wie z.B. Fencheltee.
Sorgen Sie für frische und möglichst kühle Luft in Ihrem Schlafzimmer.
Lenken Sie Ihre Gedanken beim Einschlafen bewusst auf etwas Angenehmes und Schönes.
Schlafmittel sollten nur in Ausnahmefällen und auch nur für kurze Zeit eingenommen werden!
Weitere Informationen zum Thema Einschlafstörungen finden Sie auch auf unserem Gesundheitsportal.
Hinweis: Alle Gesundheitstexte aus dem HanseMerkur Newsletter dienen ausschließlich der Information und ersetzen auf keinen Fall professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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