Unfallfrei auf der Piste


Für viele Menschen bedeuten diese Bretter die Welt: Skier. Immerhin lieben rund vier Millionen Deutsche den Winterurlaub genauso wie die Sommerferien. Einige sind dabei so begeistert, dass sie die besonderen Gefahren dieses Sports vollkommen ausblenden. Nicht grundlos enden viele Stürze im Krankenhaus, einige sogar tödlich. Hier einige Tipps für Ihre Sicherheit auf der Piste.

Gut Vorbereiten

Nur wer fit auf die Piste geht, hat gute Chancen, unfallfrei zu fahren. Beginnen Sie mindestens sechs Wochen vor dem Skivergnügen mit dem Fitnessprogramm. Wichtig ist es, seine Ausdauer zu trainieren, und zwar zirka drei Mal pro Woche je 30 Minuten. Denn Fehler werden auf der Piste oft vor Erschöpfung gemacht. Trainieren lässt sich mit Radfahren und Jogging. Einige Fitness-Studios bieten außerdem gezielt Ski-Gymnastik-Kurse an.

Ausreichend aufwärmen

Auf der Piste angekommen, sollten Sie dann auch nicht gleich losbrausen. Zuerst ist Aufwärmen angesagt. Dazu genügen zirka zehn Kniebeugen. Eine gute Erwärmung geht auch so: Stellen Sie sich hin und führen Sie abwechselnd den linken Ellbogen zum rechten Knie und umgekehrt. Auf diese Weise wird Ihr Körper ausreichend durchblutet.

Richtig ausrüsten

Auch mit der richtigen Ausrüstung lassen sich Unfälle vermeiden. Besonders wichtig ist dabei der Helm. Schließlich haben die immer besser präparierten Pisten in den vergangenen Jahrzehnten zu immer höheren Geschwindigkeiten geführt. Proportional dazu ist auch das Verletzungsrisiko gewachsen. Empfehlenswert sind auch Hand-, Rücken- sowie Ellenbogen- und Knieschützer. Dazu kommen noch gut gewartete Skier oder Snowboards. Ratsam ist es, Bindung, Kanten und Belag einmal jährlich in Fachgeschäften bzw. von Fachleuten kontrollieren zu lassen. Bindungen, die sich bei einem Sturz nicht rechtzeitig öffnen, verursachen beispielsweise oft Knieverletzungen.

Richtig versichern

Die Schweiz, Österreich und Norditalien haben großartige Skigebiete. Sollte die Reise dorthin gehen, gehört ins Gepäck unbedingt eine Auslandsreisekrankenversicherung. Schließlich zahlen die deutschen Krankenkassen nur, wenn sich ein Unfall hierzulande ereignet. Eine private Auslandreisekrankenversicherung deckt neben den Behandlungskosten auch den Rücktransport nach Deutschland ab. Weil nicht immer nur die anderen schuld sind, empfiehlt sich auch eine Privathaftpflicht. Sie kommt für die Kosten auf, die durch einen selbstverschuldeten Unfall entstehen.

Sich der Geschwindigkeit bewusst werden

Viele Ski- und Snowboardfahrer sind sich ihrer wahren Geschwindigkeit nicht bewusst. Tatsächlich sind in Sekundenschnelle 50 km/h erreicht. Stellen Sie sich einen Autocrash vor bei dieser Geschwindigkeit, nur, dass der Skifahrer keine schützende Blechhülle um sich hat. Eben darum sollten nur dann fahren, wenn Sie bestens in Form sind. In einigen Skigebieten gibt es sogar Geschwindigkeitskontrollen bei Skifahrern.

Zwischendurch erholen

Wie bereits gesagt, führt oft Erschöpfung zu unkonzentrierten Handlungen, die in Unfälle münden. Oft geschieht das nachmittags. Machen Sie darum immer dann eine Pause, wenn Sie müde oder erschöpft sind. Spätestens nach zwei oder drei Stunden Skifahren sollten Sie sich auf jeden Fall erholen.

Kein Alkohol!

Eine häufige Unfallursache liegt auch im Alkoholgenuss. Auch dadurch lässt die Konzentration nach. Genauso ist es mit schwerem Essen. Vor dem Skifahren und auch zwischendurch sollten Sie lieber leichte Kost, die die Verdauung nicht so sehr in Anspruch nimmt, bevorzugen.

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